Coaching Kitaverpflegung

Kleiner Junge sitzt am Kita Esstisch mit einem Teller Essen vor sich und Löffel in der Hand.

Das Coaching unterstützt Kitas dabei, ihre Mittagsverpflegung gesund und qualitätsbewusst zu gestalten.

Was und wie Kinder essen und trinken, beeinflusst ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden und Ernährungsverhalten. Die Kitaverpflegung leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Sie kann Vorbild für eine gesunde Ernährung sein, die gut schmeckt, nachhaltig und ökonomisch ist. Immer mehr Kitas wollen ihr Mittagessen entsprechend gestalten. Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Oberfpalz unterstützt sie dabei mit dem Coaching Kitaverpflegung.

Neue Coaching-Runde – bis 16. Oktober 2020 bewerben

Kitas können sich bis 16. Oktober 2020 für eine Teilnahme am Coaching Kitaverpflegung im Kitajahr 2020/21 bewerben.
Aus allen Bewerbungen werden bayernweit 40 Kitas ausgewählt, die ab Januar 2021 bis Juli 2021 von der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung fachlich unterstützt und begleitet werden.
Die Teilnahme am Coaching Kitaverpflegung wird vom Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten finanziert und ist somit für alle Kitas kostenfrei.

Voraussetzungen

Mitmachen kann jede Kita, die

  • ihren Sitz in Bayern hat,
  • mindestens vier Tage in der Woche eine warme Mittagsverpflegung anbietet,
  • einen Verpflegungsbeauftragten* als Ansprechpartner für den Kitaverpflegungs-Coach stellt,
  • ein Essensgremium** installiert, bestehend aus mindestens einem Vertreter der Kitaleitung, dem Verpflegungsbeauftragten, einem Elternvertreter und dem Speisenanbieter,
  • bereit ist, sich selbst aktiv in den Coaching-Prozess einzubringen und Veränderungen zu bewirken.
*Verpflegungsbeauftragter: Wichtig ist es, innerhalb des pädagogischen Teams einen Verpflegungsbeauftragten zu benennen, der die Treffen des Essensgremiums organisiert und koordiniert. Er ist erster Ansprechpartner rund um das Thema Verpflegung. Der Verpflegungsbeauftragte bündelt alle Anliegen rund um den Speiseplan und bringt sie im Essensgremium ein.
**Essensgremium: Die individuellen Unterschiede und Rahmenbedingungen, die in den Kitas und Schulen vorliegen, erfordern ein systematisches Vorgehen und das Einbeziehen aller Beteiligten in einem Essensgremium. Mitglieder sind Leitung, Verpflegungsbeauftragter, Speisenanbieter bzw. Küchenteam, Elternvertreter, ggf. Schülervertreter und Träger. Gemeinsam legen Sie die Ausrichtung der Verpflegung fest. Sie treffen sich in regelmäßigen Besprechungen rund um das Thema Verpflegung.

Hinweise zum Coaching-Prozess

Grundlage
Die fachliche Grundlage des Coaching-Prozesses sind die Bayerischen Leitlinien Kitaverpflegung.

Eine Checkliste definiert die Handlungsfelder:

  • Organisation/Rahmenbedingungen
  • Gesundheit/Speisenangebot
  • Wertschätzung/Kommunikation
  • Nachhaltigkeit/Lebensmittelqualität
  • Ökonomie/Kostentransparenz
Ablauf
Zu Coaching-Beginn erfolgt eine Bestandsaufnahme auf Basis der Checkliste.
Außerdem analysiert die Kita ihren Speiseplan mithilfe des Speiseplan-Checks Kita- und Schulverpflegung.
Mit Unterstützung des Coaches formuliert das Essensgremium individuelle Ziele, um die Mittagsverpflegung zu verbessern. Die Optimierung des Speiseplans gemäß des DGE-Qualitätsstandards für die Kitaverpflegung ist dabei verpflichtend. In Anlehnung an die Vorgaben für die DGE-Zertifizierung ist es das Ziel, dass die Speisepläne am Ende des Coaching-Jahres mindestens 60 % der Kriterien des Speiseplan-Checks erfüllen. Außerdem muss im Laufe des Coaching-Prozesses, falls noch nicht vorhanden, ein Verpflegungsleitbild erarbeitet werden.
Mit den formulierten Zielen soll sich die Mittagsverpflegung in der Kita messbar verändern. Dafür erarbeitet das Essensgremium gemeinsam mit dem Coach ein individuelles Lösungskonzept.

Bewerbung

Bitte reichen Sie folgende Bewerbungsunterlagen ein:

  • individuelles Bewerbungsanschreiben, in dem Sie schildern, welche Verbesserungen Sie bei Ihrer Mittagsverpflegung mit dem Coaching erreichen wollen und wo Sie konkreten Unterstützungsbedarf durch den Coach sehen
  • einen vierwöchigen Speiseplan Ihrer Kita
  • die Kopie des Verpflegungsleitbilds oder Verpflegungskonzepts (falls vorhanden)
Bewerbungsbogen
Bitte stellen Sie sicher, dass der Träger, die Kitaleitung, der Verpflegungsbeauftragte und der Speisenanbieter die Bewerbung unterstützen und lassen Sie die Bewerbung von allen unterschreiben.

Coaching 2019/20 in der Oberpfalz

Gruppenfoto
Kita-Coaching 2019/2020 in Regensburg erfolgreich gestartet
14 Teilnehmer folgten der Einladung der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Oberpfalz, um gemeinsam unter dem Motto "Kita-Tischlein, deck dich" ihr Vorhaben Verpflegungscoaching zu starten.
Bayernweit sind es 42 Kitas, die gecoacht werden. 5 Kitas kommen dabei aus der Oberpfalz.
In gemeinsamen Veranstaltungen erhalten die Teilnehmer Ideen und Anregungen, um die Bayerischen Leitlinien Kitaverpflegung umzusetzen – von der Gestaltung der Speisepläne nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bis hin zu mehr Nachhaltigkeit. Zusätzlich begleiten Coaches die Einrichtungen ein Kitajahr lang vor Ort - gemäß dem Motto:
"Individuelles Coaching führt zu kreativen Lösungswegen."
Das Coaching startete im September 2019 und endet im Juli 2020.

BRK Kinderkrippe, Laaber

BRK Kinderkrippe Burgspatzen
Die zweigruppige Kinderkrippe in Laaber kann bis zu 24 Kleinkinder im Alter von 6 Monaten bis zum Kindergarteneintritt aufnehmen. Besonders wichtig ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung - sowohl beim Frühstück als auch beim Mittagessen. Das selbstständige Essen der Kinder wird von Anfang an unterstützt. Das Frühstück bringen die Kinder von zuhause mit. Zusätzlich wird täglich frisches Obst und Gemüse, das von den Eltern mitgebracht wird, aufgeschnitten und angeboten. Außerdem gibt es ungesüßten Joghurt zum Frühstück. Am gemeinsamen Mittagessen nehmen alle Kinder teil. Der Lieferant für das Mittagessen steht bereits im regelmäßigen Austausch mit der Kita und möchte seine Qualität durch die Teilnahme am Kita-Coaching weiter verbessern.

Internetauftritt BRK Kinderkrippe Burgspatzen Externer Link

Herausforderungen und Ergebnisse
Gemeinsam konstruktiv an verschiedenen Punkten zu arbeiten, stand von Anfang an auf der Tagesordnung im Essensgremium der Kinderkrippe in Laaber. Die gemeinsamen Ziele wurden hoch gesteckt, um die Mittagsverpflegung runder zu gestalten. Die Erstellung eines Verpflegungsleitbildes konnte im Essensgremium ebenfalls angestoßen und bereits umgesetzt werden. Es wird zusätzlich in die Konzeption eingearbeitet und den neuen Eltern am Anmeldetag vorgestellt. Hier wird besonders sichtbar, welchen Stellenwert die Verpflegung bei den Burgspatzen angenommen hat.
Gesundheit/ Speiseplan
Zu Beginn des Coaching erreichte der Speisenanbieter 60% der Empfehlungen der DGE im Speiseplan-Check. Durch die Optimierung in verschiedenen Bereichen, wie z.B. Erhöhung des Vollkorn- und Gemüseanteils oder die Reduzierung der Fleischgerichte und Süßspeisen sollen am Ende des Coachings 90% der Kriterien erfüllt werden.
Die Verbesserung der Kennzeichnung im Speiseplan stand ebenfalls auf der Agenda. So wird nun die Fleischart eindeutig benannt.
Rahmenbedingungen
Wenn der Gong zum Mittagessen läutet, freuen sich alle auf das gemeinsame Essen. Auch die Atmosphäre im Speiseraum soll zukünftig verbessert werden. Über einen neuen Anstrich und das Einführen von Lärmschutzelementen wurde gesprochen. Die Umsetzung wird aktuell allerdings noch vertagt, da bis zum September diesen Jahres ein Umbau in der Einrichtung ansteht, der auch für den Speisebereich Veränderungen mit sich bringen wird.
Optimierungen im Bereich Hygiene und kleinere Veränderungen an der Ausgabeküche verbessern zukünftig die Arbeitsabläufe während des Mittagessens.
Plakat zum Thema "Wo kommt mein Essen her?"

Das Team der Krippe gestaltete ein Plakat zum Thema "Wo kommt mein Essen her?".

Wertschätzung/ Kommunikation
Um den Bereich der Kinderpartizipation noch weiter auszubauen, finden im Team Überlegungen statt, die im Rahmen der weiteren Essensgremium-Sitzungen diskutiert werden sollen. Das Team der Kinderkrippe hat ein Plakat gestaltet, auf dem zu erkennen ist, wo das Essen herkommt. Dies kam bei den Kindern und Eltern sehr gut an.
Kommunikationswege wurden ebenfalls miteinander kritisch beleuchtet und verändert, um zukünftig gegenseitiges Feedback konstruktiv und zielführend anzubringen. Dies konnte auch im Verpflegungsleitbild verankert werden.

Kindergarten St. Christophorus, Regensburg

Mittagessen im Gruppenraum des Kindergarten St. Chrisophorus
Kindergarten St. Christophorus
Im Regensburger Kindergarten St. Christophorus werden 75 Kindergartenkinder zwischen 7:15 und 16:00 Uhr von neun pädagogischen Fachkräften betreut. Täglich werden zur Brotzeit Obst- und Gemüseteller sowie Milch – alles in Bio-Qualität - angeboten. Diese Produkte werden von der Ökokiste Kößnach geliefert. Wasser und Tee steht den Kindern immer zur Verfügung. 50 Kinder erhalten ein warmes Mittagessen, das der Caterer "kindergourmet" täglich anliefert.

Internetauftritt Kindergarten St. Christophorus Externer Link

Ergebnisse und Herausforderungen
Die größte Veränderung im Laufe des Coaching war der Wechsel des Speiseanbieters im Januar. Allerdings gestaltete sich dies sehr unkompliziert und löste so manche Herausforderungen, mit denen man sich vorher auseinandersetzen musste. Die Kinder sind mit dem Essen sehr zufrieden - es schmeckt allen und trägt so zu einem runden Kindergartentag bei!

Gesundheit/ Speiseplan

  • Speiseplanoptimierung nach den Empfehlungen der DGE : zu Beginn des Coaching sind 7 von 15 Kriterien im Speiseplan-Check erfüllt worden (Ziel waren mind. 10 Kriterien); durch den Wechsel des Speiseanbieters zum Jahreswechsel wurde dieses Ziel innerhalb kürzester Zeit mehr als erreicht ( 12-13 von 15 Kriterien)
  • Der neue Speisenanbieter bietet den beiden Gruppen eine individuelle Speiseplan-Zusammenstellung. Das Personal kann so mithilfe des Speiseplan-Checks die Gerichte auswählen und entsprechend nachoptimieren (das steigert gleichzeitig die Akzeptanz für das Essen).
  • Um die Partizipation der Kinder zu steigern, dürfen sie an ihrem Geburtstag das Essen mitbestimmen.
  • Dem Wunsch nach Abwechslung für Kinder, die von einer Unverträglichkeit betroffen sind, konnte durch den neuen Koch ebenfalls nachgegangen werden. Die Allergenkennzeichnung im Speiseplan wird einwandfrei umgesetzt.

Organisation/ Rahmenbedingungen:

  • In Bezug auf die Hygiene konnten verbindliche Regeln (wie z.B. bzgl. Temperaturmessung) im Gremium festgehalten werden.
  • Mit Wechsel des Speisenanbieters hat sich die Geschirr- und Bestecksituation ebenfalls positiv verändert. Das Essgeschirr und –besteck ist nun kindgerechter und trägt zur Akzeptanzsteigerung bei den Kindern bei.
  • Da das Mittagessen in den Gruppenräumen stattfindet, war häufig die Lautstärke während der Vorbereitungszeit sehr hoch. Durch das Nutzen von Nebenräumen bzw. der Turnhalle für den Mittagskreis konnte dies positiv beeinflusst werden.
  • Durch zusätzliche Tische und das Verkleinern der Tischgruppen konnte auch die Lautstärke während des Mittagessens verändert werden.
  • Angedacht ist ein bildhafter Speiseplan für die Zukunft. Der Speisenanbieter stellt hierfür die Bilder zur Verfügung.

Wertschätzung/ Kommunikation:

  • Um die Partizipation der Kinder zu steigern, wurde in beiden Gruppen das Schöpfsystem eingeführt. Dafür wurden vom Personal extra Schüsseln angeschafft.
  • Der Kindertischdeck-Dienst soll wieder reaktiviert werden.
  • Feedback: Um auch die Kinder immer wieder einmal zu fragen, wie es ihnen schmeckt, dürfen sie einen Magneten auf ein Smiley oder Heulie setzen. Dieses Feedback geht auch an den Speisenanbieter.
    Aber auch die Erzieherinnen sollen das tägliche Mittagessen beurteilen und füllen regelmäßig einen Feedbackbogen aus, der an den Speisenanbieter geht. Der gegenseitige Austausch klappt wunderbar.
  • Um die Öffentlichkeitsarbeit weiter voran zu bringen, erarbeitet die Einrichtung ein Verpflegungsleitbild, in dem alles rund um die Verpflegung festgehalten werden kann. Diese Qualitätsmerkmale sollen den Eltern über die Homepage zugänglich sein.

Nachhaltigkeit

  • Zu Beginn des Coachings waren die Portionsgrößen nicht immer kindgerecht, wodurch sehr viele Lebensmittelreste entstanden. Nun wird die Essensausgabe mittels Kellenplan (vom Speisenanbieter vorgegeben) durchgeführt. Durch diese Maßnahme sowie einen zusätzlichen Feedbackbogen sind die Reste nun überschaubar.
  • Um mehr über die Qualität und Herkunft der verwendeten Lebensmittel zu erfahren, lädt der Speisenanbieter das Team ein, um die Küche einmal zu besuchen. Dieser Termin hat allerdings noch nicht stattgefunden.

Kindergarten St. Nikolaus, Etzenricht

Außenansicht des Kindergarten St. Nikolaus in Etzenricht.
Kindergarten St. Nikolaus
Im Kindergarten St. Nikolaus in Etzenricht werden unter der Trägerschaft der katholischen Kirchenstiftung derzeit 66 Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren betreut. Die Kinder haben die Möglichkeit, im Kindergarten zu Mittag zu essen. Das Essen liefert die Metzgerei Pöll aus Mantel. Bei der Ausgabe des Mittagessens unterstützt eine Hauswirtschaftskraft die Erzieherinnen bei der Vor- und Nachbereitung.

Internetauftritt Kindergarten St. Nikolaus Externer Link

Herausforderungen und Ergebnisse
In bereits drei stattgefundenen Vor-Ort-Terminen konnten wichtige Punkte im Essensgremium angesprochen und verändert werden. Die Checkliste zu den Bayerischen Leitlinien Kitaverpflegung bietet dabei die wesentliche Grundlage. Mit Hilfe des Speiseplan-Checks wurde der Speiseplan nach den DGE-Qualitätskriterien bewertet und soll zukünftig optimiert werden.
Rahmenbedingungen
Innerhalb kürzester Zeit konnte kindgerechtes Besteck angeschafft werden. Des Weiteren soll in kindgerechtes Geschirr und kleinere Krüge zum Selbsteinschenken investiert werden. Ein Servierwagen konnte in der Budgetplanung verankert und soll dann im neuen Kindergartenjahr angeschafft werden.
Die Optimierung weiterer Rahmenbedingungen sind im Gespräch. Dabei geht es um Veränderungen in der Ausgabeküche und das Einrichten eines Personalraumes.
Wertschätzung/ Partizipation
Da das selbstständige Essen der Kinder von Anfang an besonders gefördert werden soll, wurde im Rahmen des Coaching das sog. Schöpfsystem eingeführt wurde. Das bedeutet, dass sich die Kinder ihr Essen selbst aus den vorbereiteten Schüsseln am Tisch nehmen können. Zur weiteren Verbesserung der Kinderpartizipation helfen die Kinder beim Tischdecken.
In einer gemeinsamen "Kochaktion" belegten die Kinder miteinander Brote - das war nicht nur lecker, sondern fördert auch die Akzeptanz bei den Kindern.
Transparente Kommunikation
Allein durch das Einrichten des Essensgremiums konnte die Kommunikation zwischen den Akteuren verbessert werden. Daneben laufen weitere Absprachen zwischen Träger und Speisenanbieter.

Folgende weitere Ziele hat sich das Essensgremium im Rahmen des Coachings gesetzt:

  • Feedback-System für die Kinder/ Feedback an Eltern
  • Vermeidung von Lebensmittelresten: Portionsgrößen anpassen
  • Öffentlichkeitsarbeit verbessern
  • bildhafter Speiseplan

Kinderhaus St. Ulrich, Lam

Außenansicht Gebäude Kindergarten St. Ulrich
Kinderhaus St. Ulrich
Im Kinderhaus St. Ulrich in Lam werden unter der Trägerschaft der Katholischen Pfarrkirchenstiftung Lam täglich 12 Krippenkinder, 77 Kindergartenkinder und 6 Schulkinder in der Zeit zwischen 7:00 und 16:30 Uhr von 8 Erzieherinnen und 5 Kinderpflegerinnen betreut. An vier Tagen (Montag bis Donnerstag) liefert der örtliche Gasthof "Rösslwirt" für durchschnittlich 25 Kinder ein warmes Mittagessen. Seit Juni 2019 gibt es einen neu erbauten Essensraum und die "Mitmach-Küche". Die Räume werden für das Mittagessen, für Geburtstagsfeiern der Kinder und Koch- und Backangebote genutzt.

Internetauftritt Kinderhaus St. Ulrich Externer Link

Herausforderungen und Ergebnisse
Der Speiseplan-Check zum Beginn des Kita-Coachings ergab: 47 % der Empfehlungen der DGE werden umgesetzt. Um den Wert zu steigern, wurde der 6 Wochen-Plan umgestellt: Es gibt nun jeden Tag Gemüse bzw. Rohkost, sowie viermal Vollkorn pro 20 Verpflegungstage. Der hohe Fleischanteil konnte reduziert werden. Damit sind 12 von 15 Kriterien des Speiseplan-Checks erfüllt und es werden 80 % der Empfehlungen erreicht.
Für die im Kinderhaus hergestellten Nachspeisen wurde ein Allergenmanagement eingeführt. Für die Zukunft sollen die Nachspeisen noch abfotografiert werden, so dass ein bebilderter Speiseplan entstehen kann.
Kommunikation
Da das Essen außerhalb der Einrichtung zubereitet wird, bastelte das Kindergarten-Team einen "Koch". Der gebastelte Koch wurde mit einem Foto ergänzt, damit er ein Gesicht hat und die Kinder sich besser vorstellen können, wer für sie kocht.
Gemeinsam wurde ein Verpflegungsleitbild erstellt, dass zukünftig den Eltern im Rahmen des Gruppenelternabends zum Start ins neue Betreuungsjahr aufgezeigt werden kann.
Zudem haben sich die Kommunikationswege zwischen den verschiedenen Akteuren verbessert. Absprachen zwischen Speiseanbieter, Kita, Schule und Träger können so zielgerichtet und erfolgreich getroffen werden.
Für die Zukunft sollen die Elternkommunikation sowie die Öffentlichkeitsarbeit noch weiter ausgebaut werden.
Rahmenbedingungen
Die Atmosphäre im Speiseraum änderte sich ebenfalls: So konnte die Lautstärke durch eine Anpassung der Dämmung gesenkt werden. Zudem wurden Stuhlgleiter an den Stühlen angebracht. Auch die Temperatur im Speiseraum wurde durch die Anpassung der Fußbodenheizung angepasst.
Partizipation
Die Kinder werden stärker eingebunden. So wurden z. B. das Schöpfsystem eingeführt ebenso wie ein Feedbacksystem, bei dem die Kinder das Mittagessen mit Heulis und Smileys bewerten. Der Speisenanbieter profitiert ebenfalls von den Rückmeldungen und kann die Speiseplanung gegebenenfalls anpassen.
Im Rahmen von Kochaktionen sind außerdem regelmäßige Termine vorgesehen, an denen die Kinder gemeinsam mit dem Speiseanbieter kleine Gerichte zubereiten werden.
Nachhaltigkeit
Zukünftig soll verstärkt Rückmeldung zu den Portionsgrößen an den Speisenanbieter gegeben werden, um die Speisereste weiter zu verringern.

Regensburger Eltern Kind Zentrum (REKiZ)

Gruppenraum der Kinderkrippe
Regensburger Eltern-Kind-Zentrum (REKiZ)
Die Kinderkrippe im Westen von Regensburg ist ein Bestandteil des Regensburger-Eltern-Kind-Zentrums. Sie betreut 24 Kinder im Alter von einem halben Jahr bis zu 3 Jahren. Im REKiZ kocht eine Köchin täglich frisch. Die Kinder genießen die Gerichte in entspannter Atmosphäre.

Internetauftritt REKiZ Externer Link

Herausforderungen und Ergebnisse

Speiseplanoptimierung

  • Innerhalb kürzester Zeit wurde der Speiseplan durch die Köchin angepasst, so dass von anfänglich 9 erfüllten Kriterien im Speiseplan-Check nun alle 15 Kriterien voll erfüllt werden. Neue Rezeptideen aus der FIT KID Datenbank (siehe Link unterhalb) flossen in den so entstandenen 4-Wochen-Speiseplan mit ein.
  • Besonders erwähnenswert ist, dass nun die Empfehlung von zweimal fettreichem Seefisch erfüllt wird. Der Anteil von Vollkorn-Produkten liegt bei 14 Mal innerhalb von 20 Verpflegungstagen.
  • Das Layout des Speiseplans wurde komplett überarbeitet und mit der Allergen- und Zusatzstoffkennzeichnung versehen. Er hängt in der Krippe aus und soll zukünftig als bildhafter Speiseplan für die Kinder gestaltet werden.

Rahmenbedingungen

  • Maßnahmen zur Optimierung des Hygienemanagements wurden getroffen. So wurden im Team Zuständigkeiten diskutiert und verbindliche Regelungen gefunden. So ist zum Beispiel für das Thema Kühlschrank ein Infoblatt entwickelt wurden, wie Lebensmittel richtig gelagert werden. Zusätzlich werden die zwei vorhandenen Kühlschränke nun strikt nach Team- und Krippen-Kühlschrank getrennt.
  • Speiseraumgestaltung: Ziel im Coaching war die Atmosphäre im Speiseraum zu optimieren. Dies konnte bereits über Veränderungen beim Licht erreicht werden. Zusätzlich wurde ein Farbkonzept erstellt, dessen Umsetzung bereits in den nächsten Wochen erfolgt.
  • Öffentlichkeitsarbeit: Federführend durch die Leitung erstellt das Essensgremium gemeinsam ein Verpflegungsleitbild, in dem wichtige Kernpunkte rund um die Verpflegung eingearbeitet werden. Dieses wird zukünftig auf der Homepage abrufbar sein.
  • Ein Wunsch vom Team und den Eltern war die Aktualisierung und Erweiterung der Homepage um weitere Informationen rund um den Krippenalltag. Dazu haben zwei Elternvertreterinnen eine Umfrage bei den Eltern durchgeführt – die Ergebnisse fließen in die zukünftig geplante Homepage-Gestaltung mit ein.
  • Ein neuer Speisenanbieter, der bei Ausfall der Köchin das Essen liefert, wurde gefunden. Sein Konzept passt sehr gut zur Philosophie der Krippe. Das Essen schmeckt den Kindern sehr gut und füllt die Lücke, wenn kein Mittagessen in der Einrichtung gekocht wird.

Ökonomie/ Nachhaltigkeit

  • Im Laufe des Kita-Coachings wurde ein Obstkorb eingeführt, den die Eltern wöchentlich bestücken. Im Verpflegungsleitbild wird der Wunsch bevorzugt regionales, saisonales bzw. ökologisch erzeugtes Obst einzukaufen, verankert.
  • Nachhaltigkeit ist dem Essensgremium ein Anliegen. So wird zukünftig beim Einkauf für das Mittagessen auf regionale (und z.T. auch ökologisch erzeugte) Lebensmittel wert gelegt.

Wertschätzung/ Partizipation

  • Die pädagogische Arbeit rund um das Mittagessen wurde bereits im Vorfeld durch einen externen Coach optimiert. Dennoch wird weiter an der Partizipation gearbeitet. So dürfen sich zum Beispiel die Kinder selbst ihre Speisen auf den Teller schöpfen und damit über Menge und Auswahl selbst entscheiden. Neu eingeführt wurde, dass sich die Kinder die Getränke selbst einschenken dürfen.

Ansprechpartnerinnen

Clarissa Spiegler
AELF Regensburg
Lechstraße 50
93057 Regensburg
Telefon: 0941 2083-1321
Fax: 0941 2083-1200
E-Mail: poststelle@aelf-re.bayern.de
Christina Apel
AELF Regensburg
Lechstraße 50
93057 Regensburg
Telefon: 0941 2083-1153
Fax: 0941 2083-1200
E-Mail: poststelle@aelf-re.bayern.de

Rückblick

Coaching 2018/19 in der Oberpfalz

Beste Noten für das Engagement der Kitas

Bayernweit haben 38 Kitas und 41 Schulen in diesem Schuljahr mit der Unterstützung von Ernährungsexperten ihre Verpflegung auf den Prüfstand gestellt und verbessert. In der Oberpfalz nahmen 7 Schulen und 3 Kitas am Coaching-Programm teil. Ernährungsministerin Michaela Kaniber überreichte den Teilnehmern im Juli 2019 in München ihre Urkunden. "Damit stellen wir Ihrem Engagement beste Noten aus: Sie haben es gemeinsam geschafft, die Verpflegung Ihrer Kinder gesünder, regionaler und nachhaltiger zu machen", sagte die Ministerin. Die Bedeutung nachhaltiger und regionaler Ernährung sei nicht nur ein wichtiger Bildungsauftrag, so Kaniber: "Die Kinder sollen das auch jeden Tag bei ihren Mahlzeiten in der Kita und in der Schule erleben und schmecken."
Viele Prozesse angestoßen
In allen Einrichtungen konnten die Speisepläne nach den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung optimiert werden. Den Kindern das Essen in einer angenehmen Atmosphäre zu ermöglichen, war ein weiteres Thema. So wurden z. B. Mensa- und Speiseräume umgestaltet, Tische liebevoll dekoriert und Getränkebehälter umpositioniert. Auch Maßnahmen zur Regulation der Lautstärke zeigten schon bald Erfolge. Zudem vermittelte das Coaching Informationen zu mehr Nachhaltigkeit. In P-Seminaren in Schulen wurden beispielsweise Herkunftswege von Lebensmittel untersucht. Im Kindergarten wird im Morgenkreis spielerisch Saison und Herkunft von Gemüse und Obst eingeübt.

Kinderkrippe "Kleine Wichtel", Kindergarten "Stadtwichtel", Cham

"Kleine Wichtel", Kindergarten "Stadtwichtel", Cham
Die Kinderkrippe "Kleine Wichtel" und der Kindergarten "Stadtwichtel" sind private Einrichtungen und ganztägig geöffnet. Die Kinderkrippe betreut 12, der Kindergarten 17 Kinder. Beide Einrichtungen sind örtlich getrennt - die "Stadtwichtel" sind im Herzen von Cham, die "Kleinen Wichtel" im Stadtteil Cham-Altenstadt. Täglich werden ein warmes Mittagessen, ein Frühstück und eine Brotzeit frisch zubereitet und angeboten.

www.kinderkrippe-kleine-wichtel.de Externer Link

Ziele

  • Das Thema der Verpflegung soll zu einem festen Bestandteil der Kommunikation nach innen und außen werden. Dies soll schriftlich in der Konzeption verankert werden.
  • Die Rahmenbedingungen rund um das Mittagessen sollen optimiert werden. In der Einrichtung wird frisch gekocht. Hier besteht die Herausforderung in der Optimierung der Abläufe, d. h. es geht um Einkaufs- und Organisationsprozesse, die es zu überprüfen gilt, um eine gesundheitsförderliche Ernährung der Kinder sowie eine Entlastung des Personals langfristig sicherzustellen. Um für die Kinder eine angenehme Ess-Atmosphäre zu gestalten, soll der Lärm reduziert werden.
  • Zudem galt es, den Speiseplan auf Basis des DGE-Qualitätsstandards für die Kita-Verpflegung zu überprüfen und anzupassen.
  • Die Erstellung eines Verpflegungsleitbildes zur nachhaltigen Verankerung des Essens in der Konzeption, stand ebenfalls auf der Agenda. Zusätzlich zum Verpflegungsleitbild soll die Einführung von (anonymen) Feedback-Möglichkeiten für weitere Transparenz bei den Eltern sorgen.
  • Ferner sollen die Kinder und auch die Eltern spielerisch für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisiert werden.

Ergebnisse

  • Damit die Kinder in einer ruhigen und angenehmen Atmosphäre essen können, wurden folgende Optimierungen vorgenommen:
    • Umstellung von Bedien- auf Schöpfsystem, d. h. die Kinder nehmen sich ihr Essen aus bereitgestellten Schüsseln auf den Tischen selbst. Bei Bedarf unterstützt sie eine Erzieherin.
    • Platzierung der Trinkkrüge direkt auf den Tischen
    • Kinder erhalten feste Sitzplätze, die Stühle wurden mit Fotos versehen.
    • Selbstgebastelte Tisch-Sets erleichtern die Platzierung des Geschirrs und des Bestecks.
    • Neue, passendere Tische wurden angeschafft.
  • Zu Beginn des Coachings wurde in der Einrichtung selber gekocht. Im Verlauf folgte der Wechsel zu einem Speisenanbieter. Damit die Bestellung beim Anbieter entsprechend den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) erfolgt, wird der Speisenplan-Check als kontinuierliche Maßnahme eingeführt.
Um den Kindern das Thema Nachhaltigkeit für Lebensmittel näher zu bringen, werden spielerische Maßnahmen zur Herkunft und Saison von Gemüse und Obst in den Morgenkreis aufgenommen. Dazu wurde ein Obstkorb gebastelt, der immer mit dem Obst/Gemüse bestückt wird, das aktuell Saison hat. Nach einer intensiven Lernphase mit den Kindern erfolgt einmal im Monat die Auffrischung des Erlernten im Morgenkreis. Zudem sehen die Eltern, welches Gemüse bzw. welches Obst sich die Einrichtung im Sinne der Nachhaltigkeit als Spende wünscht.
  • Um die Kommunikation mit den Eltern zu verbessern, wurde ein Feedback-Briefkasten für Wünsche und Anregungen eingeführt. Verpflegungsthemen sollen bei den Elternabenden verstärkt thematisiert und in die Konzeption in Form eines Verpflegungsleitbildes integriert werden.

Kindergarten am Märchenbrunnen, Regenstauf

Kindergarten am Märchenbrunnen, Regenstauf
30 pädagogische Fachkräften betreuen rund 180 Kinder in acht Gruppen. Seit September 2016 wird in Einzelintegration und Integrativgruppen mit behinderten oder von Behinderung bedrohten Kindern gearbeitet. "Zusammen – wachsen", unter diesem Leitsatz steht die pädagogische Arbeit.
Betreuung gibt es von 6.30 bis 16.30 Uhr mit Früh- und Spätdienstzeiten. Ein warmes, abwechslungsreiches Mittagessen ist in allen Gruppen ein fester Bestandteil des Tagesablaufes.

Website des Kindergartens Externer Link

Ziele

  • Damit sowohl die Kinder als auch die Erzieherinnen entspannt essen können, soll der Lärm während des Mittagessens reduziert werden.
  • Um den Kindern eine gesundheitsförderliche Mittagsverpflegung zu gewährleisten, müssen der Anteil der vegetarischen Gerichte sowie die Anzahl der Fischgerichte angepasst werden.
  • Neue Maßnahmen sollen die Akzeptanz von bekannten und unbekannten Lebensmittel bei den Kindern erhöhen und fördern.
  • Als Einrichtung eines öffentlichen Trägers ist es notwendig, die Mittagsverpflegung EU-weit auszuschreiben. Das Coaching soll helfen, die Ausschreibungsunterlagen in Kooperation mit dem Träger zu erstellen.

Ergebnisse

  • Zur Reduzierung des Lärms wurden folgende Maßnahmen ergriffen:
    • Einführung von neuen Ritualen - u. a. Trennung von Rede- und Schweigephasen während des Essens
    • Einsatz einer "Lärmampel": Grün heißt, alles ist prima! Die Lautstärke ist in Ordnung. Bei Rot werden die Kinder auf die Ampel aufmerksam gemacht und ermutigt, wieder etwas leiser zu sein.
    • Ausstattung der Tische mit passgenauem Linoleum zur Reduzierung der Essensgeräusche
  • Mit Hilfe des Werkzeugs "Speiseplan-Check" werden die Menükomponenten beim Speisenanbieter nun so bestellt, dass die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Kindertagesstätten eingehalten werden können. Optimierungen im Angebot wurden erreicht in Bezug auf die Erhöhung des Vollkornanteils, der vegetarischen Gerichte und des Obstanteils.
  • Hilfreich war in diesem Zusammenhang auch die enge und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Speisenanbieter. Das pädagogische Personal besuchte die Produktionsstätte des Speisenanbieters und arbeitete ein Kommunikationskonzept mit ihm aus. Diese Maßnahmen trugen dazu bei, dass der Austausch untereinander gefördert sowie das Verständnis füreinander gestärkt wurde.
  • Durchgeführte Kochaktionen mit dem Speisenanbieter im Kindergarten machten nicht nur den Kindern großen Spaß, sondern sorgten auch dafür, dass die Akzeptanz für bekannte und unbekannte Lebensmittel gesteigert werden konnte. Zudem werden die Kinder regelmäßig zu einem Probierhappen ermutigt.
  • Die Erstellung von Ausschreibungsunterlagen konnte in diesem Kindergartenjahr nicht vollständig abgeschlossen werden. Mit Hilfe des demnächst erscheinenden "Ausschreibungs-Leitfaden" des Kompetenzzentrums für Ernährung (KErn) soll dieser Punkt final abgeschlossen werden.

Ev. Kinderkrippe St. Markus, Regensburg

Zahlreiche Personen im Außenbereich der Kinderkrippe St. Markus
Ev. Kinderkrippe St. Markus, Regensburg
Die ev. Kinderkrippe St. Markus wurde im Januar 2013 eröffnet und liegt im Stadtwesten von Regensburg. Die Einrichtung besteht aus zwei Gruppen. In diesen werden jeweils 12 Kinder im Alter von einem halben Jahr bis zum Eintritt in den Kindergarten betreut.
Die Betreuerinnen ermutigen die Kinder zur Selbstständigkeit. Dies gilt auch für die Mahlzeiten, bei denen sich die Kinder selbst beim Trinken und Essen bedienen können. So lernen die Kinder auch, wie viel sie jeweils essen möchten.

www.markuskirche-regensburg.de/krippe.htm Externer Link

Ziele

  • Wichtigstes Ziel ist es, eine ruhige und angenehme Essatmosphäre zu schaffen. Die Krippenkinder sollen in Ruhe Essen lernen können, aber auch (un)bekannte Lebensmittel kennen und wertschätzen lernen. Daher liegt eine Herausforderung darin, Lärm und Unruhe zu reduzieren.
  • Speiseplan überprüfen und an den Standard der DGE anpassen.
  • Der Krippenalltag soll durch das Verpflegungsangebot bereichert werden. In diesem Kontext soll die Wertschätzung des Essens bei den Kindern aber auch bei den Erzieherinnen gestärkt und gefördert werden.
  • Verpflegungsleitbild schriftlich verankern.
  • Transparente Preiskalkulation für die angebotene Verpflegung erstellen.

Ergebnisse

  • Zur Reduzierung des Lärms wurden folgende Maßnahmen ergriffen:
    • Einführung von festen Sitzplätzen für die Kinder mit Hilfe von Fotos an den Stühlen
    • Veränderung der Position des Getränkebehälters
    • Strukturierung der Abräum-Situation durch die Kinder
    • Durchführung eines "Perspektiv-Wechsels" zur Sensibilisierung der Erzieherinnen für die Mittagssituation, damit das eigene Verhalten reflektiert werden kann (Perspektiv-Wechsel bedeutet, dass die Erzieherinnen die Essenssituation als Außenstehende beobachten. Diese Erfahrungen werden in der nächsten Teamsitzung besprochen und Maßnahmen für das eigene Verhalten abgeleitet.)
  • Der bereits sehr abwechslungsreiche und in 100%-Bio-Qualität gestaltete Speiseplan enthält nun einen höheren Vollkornanteil, angelehnt an die Empfehlungen der DGE. Des Weiteren werden Rezepte ausprobiert, in denen Vollkornmehle Einsatz finden, z. B. bei den hausgemachten Spätzle.
  • Die Verpflegung wurde in der Konzeption festgeschrieben, um die Eltern von Anfang an über die Ausrichtung der Einrichtung in Bezug auf Mahlzeiten zu informieren. Dazu gehört auch eine Kalkulation der Verpflegungskosten, um die Eltern bei Bedarf über diese Kosten informieren zu können. Da Krippen kein kostenfreies Obst und Gemüse durch das EU-Schulprogramm erhalten, wird in diesem Kontext auch wieder verstärkt der "Eltern-Obstkorb" reaktiviert, um hier Geld einsparen zu können.
  • Durch regelmäßig stattfindende Koch- und Backaktionen wird der Krippen-Alltag bereichert, die Wertschätzung für Lebensmittel gesteigert und die Akzeptanz von unbekannten Lebensmitteln erhöht. Um diese zu etablieren, wurden Zeiträume festgelegt, in denen die Aktionen von zwei festen Team-Mitgliedern durchgeführt werden können. Die Verknüpfung zu pädagogischen Inhalten ist dadurch hervorragend gegeben.
  • Zudem greift die Krippe zukünftig auch den Gedanken der Nachhaltigkeit vermehrt auf - bei Einkäufen wird verstärkt auf regionale und saisonale Produkte geachtet.